Give me an F

Die besten Köpfe haben ihre
Sehnsucht aufgeschlitzt
und Fladenbrot daraus geformt,
mundige Ware,
welche innerhalb weniger
Stunden trocknet,
rotierende Zuckerscheiben
pixelgenau
in den Rachen selbstgewählter
Sicherheit geworfen,
das Lächeln ihrer Ehefrauen
auf den Schultern.

Sie haben
Hochwasserhosen über ihre
Ellbogen gezogen,
zurückgekämmte Farbe
auf Sonnenuntergänge gestülpt,
ihr Weiterkommen
wie ein weich gekochtes Ei
geplant,
bügelfreie Kundenkarten
mit boshaften Anekdoten
aufgewertet,
alles spesenfrei.

Und irgendwo,
im großen Zeh oder
einem entfernten Muttermal,
versteckten Wasserdichtungsringen
oder sogar
der Ledergarnitur,
haben bestimmte Moleküle
angefangen.


schreib, zeitschrift für junge literatur, Berlin/Potsdam, Nr. 12, 2007


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