Wie muss ein Gedicht aussehen? Wie ein auf Hochglanz poliertes Sonett? Wie eine Gebrauchsanleitung? Wie ein alternativer Lebensplan? Darf es Ecken und vorstehende Kanten haben
oder soll es als gefälliges Kleinod parieren? Welchen Wert hat es zwischen Romanen, Obst und elektrischen Geräten? Kann es sich behaupten zwischen Bestsellerlisten und Kochrezepten?
Muss es sich einfügen in ästhetische Prinzipien? Hat es die freie Wahl in der Hosentasche? Ist seine Absicht urheberrechtlich geschützt? Ist ein Gedicht einfach nur ein Gedicht?
Der Literat, Zeitschrift für Literatur und Kunst, Berlin, 12/2005 orte, die Literaturzeitschrift der Schweiz, Nr. 145, 2006